Klassenmusizieren

Klassenmusizieren ist eine Lernmethode, die den Musikunterricht in der Schule lebendig und interessant gestaltet. Die Schüler lernen das Musizieren mit Orchesterinstrumenten vom ersten Takt an im Klassen-verband. Dabei stehen die Freude am Musizieren, das Musikerlebnis in der Gemeinschaft und die Stärkung des Selbstwertgefühls im Mittelpunkt der musikalischen Förderung.

Klassenmusizieren mit Streichinstrumenten geht zurück auf Paul Rolland, der in seiner langjährigen Tätigkeit als Professor für Violine und Violindidaktik an der Universität Illinois seit 1966 elementare Bewegungsabläufe auf Streichinstrumenten analysiert und die Ergebnisse in einem umfangreichen pädagogischen Werk vorgelegt hat. Sein oberstes Ziel war dabei, Natürlichkeit und Spannungsfreiheit der Bewegungen am Instrument zu erreichen. Dabei machte er sich die Tatsache zunutze, dass in der Streichergruppe vom ersten Unterrichtstag an ein gemeinsames, motivierendes Klangerlebnis möglich ist. Schon nach der ersten Unterrichtsstunde gehen die Kinder mit der Erfahrung nach Hause, eine bestimmte Melodie gemeinsam erarbeitet und zupfend zum Klingen gebracht zu haben.

Neben dem gemeinsamen musikalischen Erfolgserlebnis fördert die „spielerische“ Lernmethode des Klassenmusizierens auch das Sozialverhalten. Die Schüler üben nicht nur Töne, sondern im gemeinsamen Musizieren auch Rücksicht und Verantwortung. Insofern leistet das aktive Musizieren einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Die Motivation und Konzentration jedes Einzelnen wird durch das Klassenmusizieren gefördert.

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